Verschiedene Vorgänge und Strukturen in unserem Körper sichern einen ungestörten Ablauf unserer Atmung. Wir merken nicht, dass wir atmen. Auch wenn wir bewusst in das Atemgeschehen eingreifen können, wird die Atmung entscheidend über das Autonome oder Vegetative Nervensystem beeinflusst. Das sind hauptsächlich Sympathikus und Parasympathikus. Als entwicklungsgeschichtlich mit zum ältesten Teil des Nervensystems gehörend, sichern sie archaische Funktionen. Der Sympathikus stellt für „Kampf oder Flucht“ alle nach außen gerichtete Energie bereit. Zwar sorgt der Mensch heute nicht mehr als „Jäger und Sammler“ für seinen Lebensunterhalt, doch reagiert der Sympathikus bei jeder Anforderung. Das Herz-Kreislauf-System wird stimuliert, Blutdruck und Herzfrequenz steigen, die Grundspannung der Muskulatur nimmt zu, die Blutgerinnungsbereitschaft ist erhöht, die inneren Vorgänge von Verdauung und Ausscheidung werden zurückgenommen. Der Parasympathikus steht für Erholung und Regeneration. Zu seinen Basisfunktionen gehören Atmen, Wachen, Schlafen, und Immunfunktion. Oft kommt seine Wirkung zu kurz. Der Atem wird klein, schnell und flach.

Diese vegetativen Funktionen entziehen sich unserem Bewusstsein. Wir nehmen sie nicht wahr und können sie nicht willentlich steuern. Veränderungen bauen sich schleichend auf und werden im Laufe der Lebensjahre und -jahrzehnte zu manifesten Symptomen.